
Oft schieben wir Aufgaben nicht auf, weil wir faul sind – sondern weil sie unangenehm, unklar oder zu groß wirken.
Das Gehirn versucht uns vor kurzfristigem Unbehagen zu schützen und opfert dafür langfristigen Erfolg.
Lösung -> Mini-Start statt Perfektion
Das Gehirn liebt keine riesigen Aufgaben – es liebt Erfolge.
Darum: Starten Sie mit der kleinsten möglichen Handlung.
Beispiel: Nicht lange über ich muss noch den „Bericht schreiben“ nachdenken, sondern gleich handeln: „Datei öffnen und Überschrift eintippen“.
Sobald man beginnt, wird im Gehirn Dopamin freigesetzt - es entsteht ein Belohnungsgefühl und das sorgt automatisch für mehr Antrieb.
Bedeutung für Führung
Für Führungskräfte ist dieses Prinzip besonders relevant. Aufgeschobene Entscheidungen, unangenehme Gespräche oder unklare Aufgaben erhöhen Druck – bei Ihnen selbst und im Team. Wer stattdessen kleine, klare erste Schritte definiert, schafft Handlungsfähigkeit, Orientierung und Vertrauen. Führung wird damit konsequenter und wirksamer.
Beitrag zur Resilienz
Resilienz bedeutet nicht, alles im Griff zu haben, sondern auch unter innerem Widerstand handlungsfähig zu bleiben. Der Mini-Start reduziert Überforderung, verhindert Grübelschleifen und stärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit – ein zentraler Schutzfaktor gegen Stress.
Merksatz:
Start schlägt Motivation.
Und kleine Schritte schlagen Aufschieben.